Der Brand eines Gefahrguttransportes sorgte am Dienstagabend für einen großen Feuerwehreinsatz und eine stundenlange Vollsperrung der A7 zwischen Kassel und Frankfurt. Gegen kurz nach 20 Uhr hatte der Fahrer eines Sattelzuges, der mit Behältern, die ein Vorprodukt für eine Isoliermasse beinhalteten, beladen war, an einer Steigung der Autobahn in Richtung Süden festgestellt, dass sein Gefährt keine Motorleistung mehr hatte. Wenig später rollte der Lkw sogar Rückwärts in die Böschung und stand innerhalb kürzester Zeit in Vollbrand. Dem Fahrer gelang es gerade noch, sich aus der Fahrerkabine in Sicherheit zu bringen.

Ein Großaufgebot der Feuerwehr mit rund 150 Einsatzkräften rückte an, um den brennenden Lkw und die ebenfalls in Flammen stehende gefährliche Ladung zu löschen. Sicherheitshalber wurden beiden Fahrtrichtungen gesperrt und die Bevölkerung der angrenzenden Ortschaften wegen der eventuell entstehenden giftigen Rauchschwaden gewarnt. Vorsichtshalber wurden auch die beteiligten Einsatzkräfte sowie ein vom Rauch beaufschlagter Streifenwagen entsprechend gereinigt.

Der Sattelzug brannte vollständig aus. Die Bergungsarbeiten werden wohl noch die ganze Nacht hindurch andauern. Außerdem muss vermutlich die Fahrbahn aufwändig gereinigt und auch das kontaminierte Löschwasser muss von der Autobahn abgepumpt und speziell entsorgt werden. Der durch den Brand angerichtete Schaden liegt nach ersten vorsichtigen Schätzungen der Polizei im hohen sechsstelligen Bereich. Es bildete sich in beiden Richtungen ein kilometerlanger Stau, es kam die ganze Nacht hindurch zu massiven Verkehrsbehinderungen in der Region. +++