Um vergangenen Samstag um 18.45 Uhr begann das erste Platzkonzert seit Pandemiebeginn, die Musiker der show and brass band stimmten hierzu traditionell auf dem Marktplatz an. Im Anschluss marschierten die Mitglieder des Vereins in das Feuerwehrhaus um dort die Jahreshauptversammlung abzuhalten. Carsten Schmidt, Vorsitzender des Vereins Freiwillige Feuerwehr Alsfeld-Mitte 1854 begrüßte die Mitglieder und Gäste im Feuerwehrhaus. 200 Einsätze forderten die Einsatzkräfte, geleistet wurden über 8.000 ehrenamtliche Stunden. Diese teilen sich unter anderem auf rund 3.000 Stunden Einsatzstunden und über 1.100 Stunden für Lehrgänge und Seminare auf.

Jahresbericht des Vorsitzenden

Der Vorsitzende des Vereins Freiwillige Feuerwehr Alsfeld-Mitte 1854, Carsten Schmidt, berichtet, dass auch das Jahr 2021 wie auch schon das vorherige Jahr im Zeichen von Corona stand. Der Feuerwehrverein hat zahlreiche Anschaffungen gemacht, so Schmidt. „Unter anderem wurde ein ‚Akku-Kombigerät‘ für den Einsatzleitwagen beschafft. Dies versetzt die Feuerwehr in die Möglichkeit bei Notfalltüröffnungen und technischen Hilfeleistungen noch autarker zu arbeiten“, erklärte er. Als weitere Beschaffung nennt Schmidt Investitionen für das Online-Studio. Dieses ist nun mobil und mit einer weiteren Kamera ausgestattet, Präsenzunterrichte werden nun zeitgleich auch Online angeboten. Auch wurde die show and brass band bei der Beschaffung eines neuen Instrumentes unterstützt. Schmidt beendet mit einem Ausblick auf das Jahr 2022 seinen Bericht. Der Feuerwehrverein wird sich kulturell am Stadtjubiläum beteiligen: am 3. September 2022 wird die Fahrzeughalle zum Kabarett Theater, verrät er. Günter Nuth wird den Abend gestalten. „Mal etwas ganz anderes“ heißt es von Schmidt. Der Gewinn der Veranstaltung soll der hessischen Feuerwehrstiftung zu Gute kommen.

Jahresbericht des Wehrführers

Mit dem Wort „Krisenmodus“ beginnt Wehrführer Carsten Schmidt seinen Jahresbericht. „Krisenmodus, das beschreibt das Jahr 2021 genau wie 2020. Wir bewegten uns mit möglichst kleinen Schritten durch die Pandemie.“ so Schmidt. Die Ausbildung auf Kreisebene konnte nur unter Einschränkungen stattfinden. Seit Wiederaufnahme des Ausbildungsbetriebs des Standortes, wird in Kleingruppen geübt, weiß er zu berichten. Einen weiteren Punkt der unter der Pandemie gelitten habe, sei die Mitgliederwerbung. Dies soll ein Schwerpunkt im Jahr 2022 werden, der Start fand bereits im Herbst 2021 mit einem „Mitmach-Tag“ statt. Schmidt sagt: „Die Werbung neuer ‚aktiver‘ wird zukünftig eine größere Rolle in unserer Arbeit einnehmen müssen.“ Im Jahr 2021 rückte die Einsatzabteilung zu 200 Einsätzen aus, vier Personen wurden gerettet. Schmidt erinnert sich an verschiedene Einsätze, so zum Beispiel der vermeintliche Chlorgasaustritt im Alsfelder Schwimmbad, wo parallel noch ein Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person abgearbeitet wurde. „Mein Dank gilt hier an die Einsatzabteilung Eifa, die schon viele Male bei längeren Einsätzen eine Wachbesetzung im Alsfelder Feuerwehrhaus durchgeführt hat“, so Schmidt. Der Wehrführer berichtet, dass 8.267,33 ehrenamtliche Stunden abgeleistet wurden. Schmidt bedankt sich bei den Leitern der einzelnen Abteilungen für die vielen geleisteten Stunden und deren tolle Arbeit. Ebenfalls dankt er der Einsatzabteilung für die Arbeit im Einsatz, die vielen Stunden die zur Weiterbildung aufgebracht würden. Auch die etwa 2.000 Stunden die benötigt würden „damit der Laden läuft“ lässt er nicht ungenannt. Abschließend gilt sein Dank noch Bürgermeister Stephan Paule für die Unterstützung, sowie den städtischen Gremien und auch den Fachabteilungen der Stadt.

Ehrungen und Beförderungen

Für zehn Jahre Vereinszugehörigkeit wurden Luca Louis D´Onghia, Michael Koch, Benedikt Schlitt, Corinna Schlitt, Lena Stein und Patrick Vogel geehrt. Eine Ehrung für 20 Jahre Vereinszugehörigkeit erhielten Arno Habermehl, Horst Helm, Jürgen Spahn und Martin Zulauf. Daniel Schäfer, Carsten Schmidt und Timo Simon erhielten eine Ehrung für 30 Jahre Vereinszugehörigkeit. Für 40 Jahre wurden Hans-Jürgen Nitzschke, Markus Pfeil und Sandra Stumpf geehrt und für 50 Jahre Herbert Decher, Heinrich Happ, Michael Runkel, Lothar Schnitzer sowie Volker Stark. Michael Runkel erhält außerdem die Ehrung vom Bezirksfeuerwehrverband das Ehrenzeichen in Gold. Das Ehrenzeichen für hessische Feuerwehrmusiker in Bronze erhielt Alexander Reinsch. In Gold erhielt dies Markus Pfeil. Wolfang Schulze und Volker Stark durften sich über das Ehrenzeichen in Gold mit Kranz freuen. Befördert zu, Feuerwehrmann wurde Samuel Zielke. Zur Oberfeuerwehrfrau wurde an diesem Abend sowohl Sarah Kuhla als auch Lena Stein befördert.

Grußworte der Gäste

Bürgermeister Stephan Paule dankt dem ehrenamtlichen Beitrag den alle über das Jahr hin leisten, der zur Sicherheit aller beiträgt. „Ich bin froh, dass wir einen Kern an ehrenamtlichen haben, die ihre Freizeit dafür aufbringen.“ Paule wünscht sich, dass sich mehr Bürger der Stadt Alsfeld in den verschiedenen Bereichen unseres Lebens ehrenamtlich einbringen. „Ich danke Ihnen im Namen der ganzen Stadt für Ihren Einsatz, von ganzem Herzen“, so Paule zum Schluss seines Grußwortes. Auch der Stadtverordneten Vorsitzender Michael Refflinghaus spricht sein Grußwort. Er überbringt Grüße und Dank der Stadtverordnetenversammlung. „Nur durch einen Einsatz für die Gemeinschaft kommen wir mit der Gemeinschaft weiter. Danke für Engagement, danke für 8.000 Stunden die sie im vergangenen Jahr geleistet haben“, so Refflinghaus abschließend. Als letztes Grußwort blickt Stadtbrandinspektor Daniel Schäfer auf das Einsatzgeschehen des vergangenen Jahres zurück und berichtet unter anderem von einem tierischen Einsatz im Januar. Hier befanden sich zwei Enten im Alsfelder Erlenteich, die aufgrund von „Eisglätte“ auf dem See die Hilfe der Feuerwehr benötigten. Besonders betont Schäfer, dass die Feuerwehr der Stadt Alsfeld freiwillig tätig ist. Oft werden die Ehrenamtlichen gefragt, wie lange sie denn heute noch Dienst haben. Schäfer sagt: „Es ist wichtig, immer wieder zu zeigen, dass wir die Stunden in der Feuerwehr nebenbei leisten.“ Er macht deutlich, dass die Mitglieder zu Einsätzen in das Feuerwehrhaus fahren, denn alle haben einen anderen Job.

Bilder: Feuerwehr Alsfeld-Mitte / Naomi Hedrich.