Großeinsatz am Donnerstag auf der A7: Zwischen Bad Brückenau und Uttrichshausen an der Landesgrenze Bayern-Hessen wurde gegen 13 Uhr ein Lkw-Brand auf einem Parkplatz gemeldet. Der Lkw war mit mehreren Elektro-Autos beladen. In der Folge war die Autobahn in Richtung Fulda gut eineinhalb Stunden lang komplett gesperrt

Um kurz vor 13 Uhr hatte die Polizeieinsatzzentrale die Mitteilung über den Brand auf dem Parkplatz Speicherz erreicht. Als die erste Streifenbesatzung der Verkehrspolizeiinspektion Schweinfurt-Werneck am Einsatzort eintraf, brannte der mit insgesamt acht Neufahrzeugen beladene Autotransporter lichterloh. Die Flammen hatten bereits auf Teile der Ladung übergegriffen, unter der sich unter anderem auch Elektrofahrzeuge befanden. Die Brandbekämpfung erfolgte durch die Freiwilligen Feuerwehren Bad Brückenau, Bad Kissingen und Fulda. Auch die Bundeswehrfeuerwehr aus Wildflecken war vor Ort im Einsatz. Ein Übergreifen des Brandes auf ein nahegelegenes Waldstück konnte durch die Löschmannschaften verhindert werden.

Der 41-jährige Lkw-Fahrer aus dem Tecklenburger Land in NRW, der zusammen mit anderen Verkehrsteilnehmern selbst Löschversuche unternommen hatte, kam mit einer Rauchgasvergiftung und leichten Verbrennungen ins Krankenhaus. Neben dem Lastwagen sind insgesamt sechs Neufahrzeuge vollständig zerstört worden. Neben den übrigen Pkw wurde auch die Fahrbahndecke im Bereich des Parkplatzes in Mitleidenschaft gezogen.

Die Gesamtschadenshöhe beläuft sich ersten Schätzungen nach auf mehr als 500.000 Euro. Nach ersten Ermittlungserkenntnissen dürfte der Brand an der Hinterachse des Lkw ausgebrochen sein. Einiges deutet derzeit auf einen technischen Defekt als Brandursache hin.

Bis etwa 14.45 Uhr war die A7 in Richtung Fulda komplett gesperrt. Seit 15.20 Uhr ist die Fahrbahn wieder komplett für den Verkehr freigegeben. Der Parkplatz Speicherz hingegen bleibt bis auf weiteres gesperrt.

Es war ein absolut belastender Einsatz für die Feuerwehr bei über 25 Grad, sagte Michael Krug von der Feuerwehr Bad Brückenau. Es wurde Trinkwasser nachträglich angefordert an die Einsatzstelle, besonders für die Atemschutzgeräteträger. Was die Intensität des Brandes anging, sei es etwas Außergewöhnliches gewesen, der letzte derartige Brand eines Autotransporters sei 2008 gewesen, wie Krug berichtete. Insgesamt waren es über 30 Einsatzkräfte, die an der Einsatzstelle waren. Die Rettungsgasse sei vorbildlich gewesen und für die nachfolgenden Kräfte zum Parkplatz „einwandfrei gebildet“.+++