Osthessen – Es war nur eine kurze Pause nach dem Durchzug des Sturmtiefs Ylenia am Mittwoch und Donnerstag. Bereits am Freitagnachmittag drehte der Wind wieder auf, jetzt fegt Orkantief Zeynep über Deutschland. Es kommt auch in Osthessen zu Einschränkungen im Bahnverkehr. Der Wetterdienst warnt, sich möglichst nicht im Freien aufzuhalten. 12.40 Uhr: Zu rund 30 Einsätzen wurden die Feuerwehren am Freitag und in der Nacht auf Samstag im Main-Kinzig-Kreis alarmiert. Bei 22 Einsätzen handelte es sich um umgestürzte Bäume und abgebrochen Äste.

11.10 Uhr: Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie meldet, dass es im Verlauf des Samstags zu einer leichten Wetterberuhigung mit nur geringen Niederschlägen kommt, wodurch sich die Hochwasserlage am Samstag entspanne. Ab dem Abend komme es durch den Aufzug eines neuen Tiefs wieder zu Niederschlägen. Nach derzeitigen Prognosen des Deutschen Wetterdienstes erreiche Hessen am Sonntag ein neues Sturmtief, welches länger anhaltenden Regen mit sich bringe. In der Folge werden laut dem Hessischen Landesamt die Wasserstände am Sonntag wieder stark ansteigen. Die Hochwasserlage werde vermutlich im Laufe des Montags ihren Höhepunkt erreichen.

10.45 Uhr: Auch in Unterfranken tobte der Sturm: Auf Grund des Sturms kam es in der Nacht zum Samstag zu einer Vielzahl von Einsätzen mit umgestürzten Bäumen beziehungsweise herabgefallenen Ästen im Landkreis Rhön-Grabfeld. Ein Nadelbaum war am frühen Abend auf den Parkplatz eines Hotels in Schönau a.d. Brend gestürzt und hatte dort den geparkten Audi eines Hotelgastes beschädigt. Weitere Äste fielen auf nebenstehende Fahrzeuge. Der entstandene Sachschaden beläuft sich schätzungsweise im unteren fünfstelligen Bereich. Ein weiterer umgestürzter Baum war auf die B279 Höhe Abfahrt Unterweißenbrunn gefallen. Eine 64-jährige Fahrzeugführerin fuhr mit ihrem Ford Fiesta dagegen. Hierbei kam es glücklicherweise nur zu geringerem Sachschaden.

10.35 Uhr: Zahlreiche Einsätze gab es auch im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Auf der B27 bei Bebra krachte am Samstag gegen 1.35 Uhr ein Baum auf die Fahrbahn. Gegen 5 Uhr stürzte ein Baum bei Wölfershausen auf die Fahrbahn.

10.30 Uhr: In Neuhof brannte in der Nacht von Freitag auf Samstag gegen 4.15 Uhr in der Tachauer Straße eine Gartenhütte. Die Feuerwehr Neuhof löschte das Feuer und verhinderte ein Übergreifen der Flammen.

10.05 Uhr: Mit dem Einsatzstichwort „Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person – Pkw gegen Baum“ wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehren Hofbieber, Schwarzbach und Obernüst am späten Samstagabend nach Nüsterrasen auf die L3174 alarmiert. Vor Ort stellte sich glücklicherweise heraus, dass lediglich ein Pkw über einen größeren heruntergefallenen Ast gefahren ist und daraufhin Kühlerflüssigkeit auslief. Die Fahrerin war unverletzt. Die Feuerwehren aus Schwarzbach und Obernüst sicherten die Einsatzstelle ab und reinigten die Fahrbahn. Die Einsatzstelle wurde anschließend der Polizei übergeben, welche bis zum Eintreffen eines Abschleppdienstes noch vor Ort blieb. Die Einsatzkräfte aus Hofbieber-Mitte konnten nach der ersten Lagemeldung noch auf der Anfahrt abspannen.

Samstag 8 Uhr: Es gab in der Nacht zahlreiche Einsätze, wir halten Sie weiter auf dem Laufenden.

22.34 Uhr: Bei Obernüst wurde ein Unfall mit eingeklemmter Person gemeldet.

22.30 Uhr: Es weht weiter kräftig in Osthessen. In Fulda musste die Feuerwehr unter anderem in Oberrode tätig werden. Im Kreis Hersfeld-Rotenburg wurden unter anderem auf der B62 bei Herfa, in Rotenburg, bei Mengshausen und bei Wippershain Bäume auf der Fahrbahn gemeldet.

21.30 Uhr: Großflächiger Stromausfall in Teilen des Vogelsbergkreises und des Kreises Fulda. Betroffen sind unter anderem Orte in den Gemeinden Hosenfeld, Großenlüder, Freiensteinau.

21.06 Uhr: Entwarnung und Erleichterung. Das vermisste Kind in Rotenburg wurde wohlbehalten zuhause angetroffen. Die Polizei berichtet: Nach bisherigen Ermittlungen befuhr ein zwölfjähriges Mädchen mit seinem Fahrrad zur Mitteilungszeit den gemeldeten Bereich um zu sehen wie hoch das Wasser ist. Die Mitteilerin beobachtete die Szenerie von der anderen Seite des Flussufers und interpretierte den plötzlichen Sichtverlust als Gefahrenlage für das Kind. Auf der Uferseite des Kindes war das Hochwasser noch passierbar, so dass das Kind aus Sichtweite der Mitteilerin verschwand. Aufgrund des großen Suchaufgebots von Feuerwehren, DLRG und Polizei hatte sich der Sachverhalt schnell in der Bevölkerung herumgesprochen. Gegen 20.15 Uhr meldete sich der Vater des zwölfjährigen Mädchens bei der Polizei, dass es sich um seine Tochter gehandelt haben könnte. Nach Befragung des Mädchens und Sichtung des Fahrrads ergaben sich Übereinstimmungen zu den Aussagen der Mitteilerin. Die Suchmaßnahmen wurden gegen 21 Uhr beendet, da sich keinerlei Hinweise auf eine weitere Person in hilfloser Lage oder eine vermisste Person während der Einsatzmaßnahmen ergaben.

20.58 Uhr: Die Unwetterwarnung wurde auch in tieferen Lagen wieder auf orkanartige Böen hochgesetzt.

20.49 Uhr: Bei Lanzenhain fiel ein Baum auf eine Oberleitung. Ein Stromausfall ist die Folge.

20.10 Uhr: Für Höhenlagen über 800 Meter im Landkreis Fulda gilt noch bis 0 Uhr eine Warnung vor orkanartigen Böen mit Windgeschwindigkeiten zwischen 90 und 110 Stundenkilometern, in „exponierten Lagen“ müsse sogar mit Orkanböen gerechnet werden. Für den Rest Osthessens gilt weiterhin eine Warnung vor Sturmböen mit 60 bis 75 Stundenkilometern.

19.18 Uhr: Update zur Personensuche in Rotenburg: Derzeit kommt es Rotenburg zu einem Großeinsatz von Feuerwehren und Polizei. Eine Zeugin konnte eine Person im Bereich der Ortslage Braach feststellen, die augenscheinlich im Hochwasser verschwand. Es soll sich hierbei möglicherweise um ein Kind handeln, welches ein weißes Rad mit sich führte. Derzeit sind Rettungstaucher sowie ein Großaufgebot von Rettungskräften vor Ort. Auch der Polizeihubschrauber ist im Einsatz. Ob die Person wirklich im Hochwasser verschwunden ist kann derzeit noch nicht gesagt werden. Die Suchmaßnahmen laufen auf Hochtouren.

19.13 Uhr: Der Wetterdienst hebt die Warnung vor orkanartigen Böen in den osthessischen Landkreisen auf, es liegen aber weiterhin Warnungen vor schweren Sturmböen vor.

18.57 Uhr: Die Fuldaer Feuerwehr ist aktuell in der Frankfurter Straße, in Edelzell und in Lehnerz im Einsatz.

18.40 Uhr: Durch den umgestürzten Baum auf der A7 wurden nach ersten Informationen zwei Personen verletzt. In Rotenburg läuft ein Einsatz am Wasser. Dort sollen sich Personen in Gefahr befinden.

18.15 Uhr: Im Kreis Hersfeld-Rotenburg wurde ein Unwettermodul ausgelöst. Die Feuerwehren sollen Einsatzbereitschaft herstellen. Im Kreis Fulda gab es einen ersten Feuerwehreinsatz wegen einem Baum, der am Röhlingsberg zwischen Bronnzell und Edelzell auf die Fahrbahn zu stürzen drohte.

17.20 Uhr: Die Polizei meldet, dass auf der A7 ein umstürzender Baum einen Pkw getroffen hat.

17.10 Uhr: Die Hessische Landesbahn stellt auf vielen Linien den Betrieb vorzeitig ein, betroffen sind auch die Rhönbahn Fulda-Gersfeld und die Vogelsbergbahn Fulda-Gießen. Die letzte Fahrt von Fulda nach Gersfeld geht um 18.20 Uhr und in die Gegenrichtung um 19.16 Uhr. Der letzte Zug von Gießen nach Fulda ist bereits unterwegs, in Richtung Alsfeld geht der letzte Zug von Fulda aus um 17.34 Uhr. Am Samstag sollen bei Beginn der Dämmerung zunächst Erkundungsfahrten durchgeführt werden, wie das Unternehmen auf seiner Homepage schreibt, sei geplant, den Betrieb – je nach Schadenslage – im Laufe des Wochenendes wieder regulär aufzunehmen.

16.30 Uhr: Einzelne kräftige Windböen fegen bereits wieder um die Häuser. Der Deutsche Wetterdienst hat für die Zeit bis 20 Uhr eine Warnung vor orkanartigen Böen für den Raum Osthessen herausgegeben. Diese können Geschwindigkeiten von bis zu 110 Stundenkilometern erreichen. Es können zum Beispiel Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. „Achten Sie besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände. Schließen Sie alle Fenster und Türen. Sichern Sie Gegenstände im Freien. Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen. Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien“, rät der Wetterdienst.+++