Viele Autofahrer müssen aufgrund der Halbleiterkrise momentan schon deutlich länger auf ihren bestellten Neuwagen warten. Für die Käufer einer Fords könnte die Lieferzeit sich nun erneut etwas mehr verzögern. Denn auf der A5 in Richtung Frankfurt ist am Samstagmorgen kurz hinter der Anschlussstelle Alsfeld-West ein Sattelzug in Flammen aufgegangen. Geladen hatte dieser zahlreiche Antriebswellen für Ford.

Der Fahrer hatte eine Rauchentwicklung an der Hinterachse seines Hängers bemerkt. Nachdem er seine Maschine auf den Standstreifen gelenkt hatte, versuchte er die aufkommenden Flammen per Feuerlöscher zu bekämpfen. Doch dieses Unterfangen scheiterte. Innerhalb kurzer Zeit hatte der Brand auf die Ladefläche und die Ladung übergegriffen. Dem Fahrer gelang es gerade noch, die Zugmaschine abzukoppeln und zu retten.

Die Feuerwehr rückte mit zahlreichen Tanklöschfahrzeugen auf die Autobahn an. Vor allem Löschwasser wurde in großen Mengen benötigt. Dieses brauchte jedoch länger als unbedingt notwendig, ehe es am Einsatzort angelangt ist. Denn wieder mal blockierten nicht mitdenkende Verkehrsteilnehmer die Fahrspuren und verhinderten eine vernünftige Rettungsgasse. Die Ladung war so kompakt auf dem Hänger verstaut, dass das Feuer sich zwar gut ausbreiten, das Wasser jedoch kaum in die Hohlräume dringen konnte. Daher setzten die Kräfte im weiteren Einsatzverlauf auch große Mengen Schaum ein, der besser in das Brandgut eindringen und die Flammen ersticken kann.

Die Autobahn wurde komplett gesperrt. Für die Bergungsarbeiten wird ein Bagger benötigt, der die Ladung auf der Autobahn verteilt, sodass die Feuerwehr diese komplett ablöschen kann. Die Kräfte gehen davon aus, dass die Sperrung bis in den Abend andauern wird. Der Fahrer blieb glücklicherweise unverletzt. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf rund 350.000 bis 400.000 Euro. +++