Sie war gerade erste auf die Bundesstraße 457 gefahren, doch nach rund 150 Meter endete die Fahrt für eine 51-Jährige tragisch. Ihr entgegen kam aus dem Stadtteil Harb ein Opel-Fahrer, der auf dem Weg in Richtung Nidda war. Aus noch ungeklärter Ursache verlor der 44-Jährige am Steuer die Kontrolle über seinen Kleinwagen. Das Auto schleuderte über die trockene Straße und prallte mit der Beifahrerseite voran gegen den VW Tiguan der Frau. Durch die Wucht des Aufpralls bohrte sich die Front des SUV förmlich in den Corsa und stauchte diesen um rund einen Meter zusammen. Beide Autos wirbelten umher und blieben schwer beschädigt im Graben liegen.

Während die 51 Jahre alte Frau sich befreien konnte, blieb der Unfallverursacher leblos im Wagen sitzen. Ein Feuerwehrmann, der nach seiner Alarmierung auf dem Weg zum Gerätehaus war, hielt an der Unfallstelle an und erkannte den Ernst der Lage. Er übernahm sofort die Erstversorgung des Fahrers, zog ihn aus dem Wrack und begann mit Wiederbelebungsversuchen. Diese wurden vom Notarzt fortgesetzt, der den 44-Jährigen mit dem Rettungswagen in die Gießener Uniklinik bringen ließ. Die Frau erlitt leichte Verletzungen.

Warum der Opel-Fahrer die Kontrolle verlor, soll nun ein Sachverständiger prüfen. Die Feuerwehr unterstützte diesen bei seiner Arbeit, musste danach sich aber auch um sich selbst kümmern. „Bei dem Einsatz hatten wir auch zwei neue Kräfte dabei, die das als ersten Einsatz miterlebt haben. Wir werden wir uns nachher zusammensetzen und mit ihnen über das Erlebte sprechen“, erklärte Einsatzleiter Benjamin Balser. Er ist sich derweil sicher: „Der Beifahrer hätte wohl keine Überlebenschance gehabt, nachdem das Fahrzeug sich einen guten Meter in den Corsa gebohrt hat.“

Ob der Unfallverursacher überleben wird, ist unklar. Sein Gesundheitszustand gilt als kritisch. +++