Ein unbedachter Spurwechsel auf der A7 zwischen Niederaula und Hünfeld/Schlitz in Hessen hat am Donnerstagabend zu einem schweren Unfall geführt bei dem sechs Personen teils schwer verletzt wurden, darunter auch ein zweijähriges Kind. Und das ist nicht der erste Unfall an dieser Stelle. Erst vor einem Jahr kam ein LKW-Fahrer an derselben Stelle ums Leben, nachdem er in ein Stauende gerauscht war und sein Sattelzug ausbrannte.

Der Unfall geschah, nachdem der 72-jährige Fahrer eines Nissan SUV plötzlich vom mittleren auf den Überholfahrstreifen wechselte. Der gerade links überholender 38-jähriger Autofahrer konnte nicht mehr ausweichen und fuhr auf den mit drei Personen besetzten Nissan auf. Beide Fahrzeuge kamen nach dem Aufprall ins Schleudern und landeten hinter der Außenleitplanke. Kurz dahinter fuhr ein 34-Jähriger mit seinem BMW. Als er versuchte dem Trümmerfeld auf der Fahrbahn auszuweichen, verlor auch er die Kontrolle über seinen Wagen und landete kopfüber ebenfalls hinter der Außenleitplanke. Der BMW-Fahrer wurde bei dem Unfall eingeklemmt und musste von der Feuerwehr aus dem Wrack befreit werden. Er und sein zweijähriges Kind wurden schwer verletzt.

Die anderen vier Autofahrer wurden leicht verletzt. Alle sechs Fahrzeuginsassen der drei Autos mussten in umliegende Krankenhäuser gebracht werden. Das Schwerverletzte Kind wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Warum es hier öfter kracht als woanders ist unklar. Die Stelle kurz vor der Ausfahrt Hünfeld ist jedoch bei der Feuerwehr als Unfallschwerpunkt bekannt. „Wir sind jedes Jahr hier zu mindestens einem schweren Unfall und weiteren anderen“, so Thorsten Rübsam von der Feuerwehr. Die Autobahn musste in Fahrtrichtung Würzburg für mehrere Stunden voll gesperrt werden. Die Polizei hat die Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufgenommen. +++